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Rückblick Pädagogische Tage

Kaffeeduft und rauchende Köpfe

Pädagogische Tage an der Humboldt-Realschule


Es war ein wenig wie eine Geburtstagsfeier ohne Geburtstagskind: Diejenigen, um die es bei den pädagogischen Tagen 2023 ging, waren gar nicht anwesend – die Schüler. Wären sie in der Schule gewesen, hätten Sie wahrscheinlich die Rauchschwaden gesehen, die aus der Aula aufstiegen. So sehr wurde nachgedacht, so heiß teilweise argumentiert und diskutiert.

Das Kollegium und die Schulsozialarbeit beschäftigten sich dabei – fachkundig angeleitet durch zwei Mitarbeiterinnen des Zentrums für Schulqualität und Lehrerfortbildung ZSL – mit der Hauptfrage: Wie gelingt es in einer Phase des Wandels Schule so gestalten, dass unsere Schülerinnen und Schüler den Anforderungen einer neuen Zeit gewachsen sein werden? Wie können wir als Schule zeitgemäße Rahmenbedingungen schaffen, die allen Orientierung und Halt geben, gleichzeitig aber auch flexibel genug sind, die Schüler und deren Entwicklungen positiv individuell zu begleiten.

Aufgebrochen in mehrere Teil- und Unterfragen wurde so bis in den späten Nachmittag hinein gearbeitet: Beginnend mit wertschätzenden Interviews, bei denen sich die Kolleginnen und Kollegen gegenseitig zu persönlichen Werten, Idealen und Zielen befragten, über eine Metalog-Domino, bei dem Gruppenprozesse und deren Reflektion im Mittelpunkt stand, bis hin zu einem Weltcafe, bei dem in ständig neuen Gruppenkonstellationen die schul- und schülerbezogenen Kernfragen diskutiert und beantwortet wurden. Am Ende des zweiten Tages wurde schließlich systematisch konsensiert, wobei mit digitaler Unterstützung vor allem die aktuelle Schul- und Hausordnung und deren zeitgemäße Umarbeitung im Mittelpunkt stand: Kleiderordnung und Handynutzung, Sanktionierung oder Ermahnung, Neuaufnahme, Anpassung oder Löschung einzelner Vorschriften und Passagen – alles wurde unter die Lupe genommen und im gemeinsamen Austausch diskutiert und per App individuell von jeder Lehrkraft bewertet.

Als dann am Donnerstag um 17 Uhr die abschließenden Worte gesprochen wurden, stand fest: Am Ende steht der Start! All die Ideen und Meinungen, die am Mittwoch und Donnerstag entstanden sind, können nur der Beginn eines Gesamtprozesses sein, der neben der weiteren Ausarbeitung in Arbeitsgruppen schließlich auch die Einbeziehung von Schüler- und Elternschaft beinhaltet. Denn bei allen unterschiedlichen, mitunter auch konträren Meinungen, die während der pädagogischen Tage zutage getreten sind, gab es doch breiten Konsens in der Zielsetzung: Wir wollen Schüler/innen, die den zukünftigen Anforderungen der Berufswelt und der Gesellschaft gewachsen sind, in einer Schule, in der sich alle wohlfühlen können – Schüler, Lehrer und Eltern.










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